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Die Biographieforschung — kein Artefakt, sondern ein Bildungs- und Erinnerungspotential in der reflexiven Moderne
Ursula Apitzsch, Wolfram Fischer, Hans-Christoph Koller, Jens Zinn
Biographische Konstruktionen im multikulturellen Bildungsprozess | VS Verlag für Sozialwissenschaften | Published : 2006
Abstract
Auszug1. Ein Einwand, der immer wieder gegen die Biographieforschung vorgetragen wurde, ist der der, „biographischen Illusion“ d.h. der Vorwurf, als Biographieforscher narrativen Artefakten aufzusitzen. Zuletzt formulierte ihn Harald Welzer (2000). Sein Vorwurf kennt prominente Vorläufer und Gegner, die Welzer allerdings mit keinem Wort erwähnt. Erstaunlicherweise wurden dabei immer wieder die gleichen Argumente wiederholt, so als habe es auf diese kritischen Einwände niemals Antworten gegeben.